Die ersten drei Stufen des Yoga sind die äußeren Aufgaben. Die Stufen eins und zwei, Yama und Niyama, helfen den Yogi in Harmonie mit seinen Mitmenschen zu bringen. Die dritte Stufe, Asana, hält den Körper gesund. Diese Körperhaltungen und ihre gesundheitsfördernde Wirkung sind auch Teil der Thai Massage.
Die Stufen vier und fünf, Pranayama und Pratyahara, werden als inneren Aufgaben bezeichnet. Sie dienen dem Erlernen des Atmens und dadurch der Kontrolle des Geistes.
Die letzten drei Stufen, Dharana, Dhyana und Samadhi führen den Yogi in die innersten Bereiche des Geistes. Unbeschadet von der Phase, in der der Yogi sich befindet, wirkt er durch seine Zufriedenheit und Ausgeglichenheit positiv auf seine Umwelt ein.
Thai Massage wurde auch durch die zwei- bis drei tausend Jahre alte traditionelle chinesische Medizin beeinflußt. Zum umfassenden Behandlungssystem der traditionellen chinesischen Medizin gehören eben der Akupunktur auch Akupressur, Atemübungen, Bewegung, gesunde Ernährung, Meditation und Meridianmassage.
Ein grundlegendes Konzept in der traditionellen chinesischen Medizin ist der Energiebegriff. Die Energie fließt nach dem Verständnis der chinesischen Medizin innerhalb von Energiebahnen, den Meridianen. Die Energie fließt in einem Kreislauf, der durch die gegensätzlichen Kräfte des Yin, d.h. der Leere oder Schwäche, und des Yang, d.h. der Fülle oder Energie, bestimmt wird.